SAT-Verkabelung

Technologisch überlegen
Mehr über die optische Technik mit Glasfaser und SAT-TV

Mit optischer SAT-ZF-Verkabelung zur Medienversorgung der Zukunft.

Mit einer SAT-Verkabelung auf Glasfaserbasis im ganzen Haus kann ein optischer SAT-Empfang seinen Leistungsumfang erst richtig zur Geltung bringen. Zudem wird der Wohnwert einer Immobilie durch optische SAT-Verkabelung nachhaltig erhöht. Gleichzeitig sinken die Materialkosten um mehr als 40 Prozent, die Energiekosten sogar um fast 85 Prozent im Vergleich zu einer herkömmlichen SAT-ZF-Koaxiallösung.

Optische SAT-ZF Verkabelung

Schon größere klassische SAT-ZF-Verteilungen via Verkabelung haben sich als leistungsfähig erwiesen. Noch besser eignet sich jedoch – gerade auch im Hinblick auf zukünftige Anforderungen an die Medienversorgung – eine optische SAT-ZF-Verteilung. Das liegt an zwei Eigenschaften des Satellitenempfangs. Im Gegensatz zum Frequenzbereich in Kabelfernsehverteilungen, der nur bis 862 MHz reicht, muss das Hausverteilnetz bei einer SAT-ZF-Verteilung Frequenzen von bis 2.150 MHz durchleiten. Das bedeutet jedoch, dass die Dämpfung durch gewöhnliche Koaxialkabel sehr hoch wird. Bei 862 MHz hat ein Kupferkabel mit 6,8 mm Durchmesser circa 17 dB Dämpfung auf 100 m, bei 2.150 MHz sind es bis 30 dB auf 100 m. Längere Leitungen müssen zwingend mit Verstärkern und Entzerrern ausgerüstet werden, um die unterschiedlichen Dämpfungen verschiedener Frequenzen auszugleichen.

 

Sat-Verkabelung via GlasfasergabelVerkabelung mit Kupfer-Koaxialkabel

Die SAT-Verkabelung via Glasfaser ist nicht nur ökonomischer, sondern zudem werden beim SAT-Signal die Frequenzen über vier Ebenen verteilt. Dadurch können die modernen ASTRA-TV-Satelliten ein so großes Programmangebot mit über tausend digitalen TV- und Radioprogrammen übertragen. Denn der ZF-Bereich wird durch technische Maßnahmen gleich viermal genutzt. Die vier Ebenen ergeben sich durch die Aufteilung in horizontale und vertikale Ebenen und durch eine Umschaltung der lokalen Oszillatorfrequenz im LNB, die auch noch das Highband horizontal und vertikal nutzbar macht. Damit bei einer Verteilung auf mehrere Teilnehmer jedem der Teilnehmer das volle Programm zur Verfügung steht, ist es notwendig, dass alle vier Ebenen eines Quattro-LNB per SAT-Verkabelung zu einem Multischalter geführt werden, der dann die angeschlossenen Receiver mit der für das Programm nötigen Ebene versorgt. Hier bietet die optische SAT-ZF-Verteilung große Vorteile: Die Umwandlung in optische Signale geschieht im optischen Quattro-LNB. Danach ist nur noch eine SAT-Verkabelung mittels Glasfaserkabel mit 3 mm Durchmesser nötig, um alle vier Ebenen des Satelliten weiterzuleiten. Ein Glasfaserkabel ist in der Lage, die Frequenzen dieses großen Frequenzbandes, das bis zu 5,5 GHz reicht, zu transportieren. In herkömmlichen Koaxialkabeln wäre dieses Signal nach nur wenigen Metern vollkommen gedämpft. Durch die optische Technik bei der SAT-Verkabelung kann dieses Signal jedoch auch über große Distanzen hinweg übertragen werden. Denn die Glasfaser, auch Lichtwellenleiter (LWL) genannt, kennt fast keine Dämpfung. Technisch gesehen kann die optische SAT-ZF-Glasfaserverkabelung innerhalb einer Dämpfungsmarge von 19 bis 22 dB arbeiten. Praktisch heißt das: Eine Direktverbindung zwischen optischem LNB und Umsetzer kann ungefähr 75 km lang sein. Die optische Technik bei der SAT-Verkabelung ist also sowohl bei der Überbrückung von großen Distanzen als auch hinsichtlich der Handhabung unschlagbar. Da das Signal optisch ist, ist es völlig unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. Weder LTE, noch ein Aufzugsmotor, noch Starkstromleitungen, Wifi, oder Babyfunk kann es stören. Zudem gibt es keine leitende Verbindung zwischen den Anschlüssen. Darum treten auch keine Störungen durch schlechten Potenzialausgleich auf.

Hausinterne Sat-Verkabelung via Glasfaser

Zu leistungsfähig für nur einen Anschluss.

Eine optische SAT-ZF-Verkabelung ist viel zu leistungsfähig, um nur einen Umwandler an einem optischen LNB zu betreiben. Durch Verteiler kann das Signal auch aufgeteilt werden: über Splitter mit zwei, drei, vier oder acht Ausgängen. Sie arbeiten rein passiv und ohne zusätzliche Stromversorgung. Über eine Art Prismensystem, das die ankommenden Lichtsignale auf die verschiedenen Ausgänge überträgt, wird das Signal verteilt. Die dabei entstehende Dämpfung muss bei der Planung des Systems berücksichtigt werden. Die optischen LNBs haben eine optische Ausgangsleistung von 7 dB. Die Rückumwandler, die das Signal so aufbereiten, dass es vom Receiver verarbeitet werden kann, haben in der Regel einen Arbeitsbereich von 0 bis -12 dBm. Wenn das Signal der optischen LNBs bei der SAT-Verkabelung über Verteiler geleitet wird, muss die Dämpfung durch die Verteiler beachtet werden. Wird zum Beispiel das gesamte Dämpfungsbudget von 22 dBm in die Dämpfung durch die Verteiler einbezogen, ergibt sich, dass bis zu 256 Endgeräte angesteuert werden können. Mit einem Quattro-Rückumwandler kann sogar ein beliebig großer Multischalter angesteuert werden, der – je nach Bauart – bis zu 2.048 Endgeräte direkt versorgt. Und das bei über 40 Prozent weniger Materialkosten und einer Reduktion der Energiekosten beim Betrieb von fast 85 Prozent im Vergleich zu einer Koaxial-Lösung. Leistungsfähiger, wirtschaftlicher und bereit für die Zukunft: Drei Argumente, die eindeutiger nicht zeigen können. Eine optische SAT-ZF-Verkabelung ist die beste Wahl für die Medienversorgung.