DigiNetz-Gesetz

Was die Wohnungswirtschaft zum Breitbandausbau per Gesetz wissen muss

Das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetz Gesetz) ist eine große Infrastrukturmaßnahme, die aber auch nicht vor den Hausnetzen bei Neubauten oder bei umfassenden Modernisierungen haltmacht. Und das hat ganz konkrete Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft. Wie bei jedem neuen Gesetz wird viel diskutiert und viele Interessen legen alles nach ihrem Vorteil aus. Fakt ist (und das gilt unabhängig von jedem Gesetz): Die Anforderungen auch an die Hausnetze der Medienversorgung steigen so oder so. Und gerade für die Wohnungswirtschaft heißt das: Mieter und Eigentümer legen nicht zu erst Wert auf Paragrafen -; aber sehr wohl darauf, von den Vorteilen der Digitalisierung wirklich profitieren zu können. Mit einer optische SAT-Anlage wird nicht nur das DigiNetz-Gesetz erfüllt, sie sorgt auch nachhaltig für hohe Zufriedenheit und Wohnwertsteigerung.

Um es kurz zu erklären: Mit dem DigiNetz Gesetz wird von der Bundesregierung eine EU-Richtline in nationales Recht umgesetzt. Es betrifft in weiten Teilen Infrastrukturmaßnahmen, die außerhalb des Interesses und des Wirkungsbereichs der Wohnungswirtschaft liegen. Auch wenn es natürlich für sehr große Player die Chance eröffnet, sich direkt am Ausbau kommunaler Glasfaser-Breitbandnetze zu beteiligen. Für den überwiegenden Teil der Wohnungswirtschaft hat das DigiNetz-Gesetz nur eine Auswirkung: auf die notwendige Leistungsfähigkeit des Hausnetzes bei Neubau oder umfassender Modernisierung.

Wichtig ist: Auch Mieter und Eigentümer werden in Zukunft höhere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Hausverkabelung stellen und schnelle Leitungen erwarten. Diese wird für alle Neubauten verpflichtend, aber auch schon bei größeren Modernisierungen, wie zum Beispiel einer umfassenden energetischen Sanierung, ist es notwendig, auch das Hausnetz an die Anforderungen des DigiNetz-Gesetzes anzupassen.

Gerade bei medialen Inhalten — von Unterhaltung bis zu Lerninhalten - steigen die Datenraten kontinuierlich. Videos mit hoher Bildrate und Ultra HD/4K-Auflösungen spielen hier eine große Rolle, wobei sich diese Entwicklung mit 6K/8K-Video, Virtual Reality (VR) und 360°-Inhalten sogar noch steigern kann. Dazu kommen neue Trends, wie Homeoffice, Gaming, E-Health, Smart Metering und Cloud-Backup. Diese Anwendungen treiben die Anforderungen an die Netzkapazitäten der privaten Zugänge immer weiter nach oben. So steigt die benötigte verfügbare Bandbreite, zum Beispiel für einen HD-Video-Datenstrom mit ca. 7 Mbit/s auf bis zu 20 bis 25 Mbit/s für ein Ultra HD Video. Insgesamt beläuft sich das übertragene Datenvolumen auf ca. 37 GB/Monat allein für einen privaten Internetanschluss. Das stellt jedes Hausverteilnetz vor eine zunehmend größere Herausforderung. Wie auch die Tatsache, dass geringe Latenzen immer wichtiger werden. Grund dafür: die verstärkte Nutzung von interaktiven Anwendungen wie Online-Gaming, Sprach- und Videotelefonie und die Nutzung von Homeoffice-Angeboten. Zusätzlich erfordern E-Health-Anwendungen eine hohe Netzverfügbarkeit.

Wer darum wirklich sichergehen will, dass das Hausnetz nicht nur den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen genügt, sondern auch in 10 Jahren noch den Erwartungen der Mieter und Eigentümer entspricht, der sollte sich jetzt nicht mehr darauf verlassen, was aus herkömmlichen Kupferkabeln eines Koaxialnetzes noch herauszuholen sein wird.

Es erfüllt zwar durchaus noch die gesetzliche Norm, doch die Zunahme an Bandbreitenbedarf — Stichwort Smart Home, Virtual Reality, Ultra HD - ist schon heute dabei das Gesetz zu überholen. Doch die gute Nachricht ist: Eine optische SAT-ZF-Lösung mit Glasfaserhausnetz ist dank seiner Leistungsfähigkeit heute schon für die nächsten Jahrzehnte gerüstet.

Und das über die TV-Versorgung mit der größten Programmvielfalt und der besten Bildqualität hinaus. Denn richtig geplant kann das Glasfaserhausnetz der SAT-Anlage problemlos die Leitung von Internet und Telefon mit übernehmen. In einem Arbeitsgang werden dafür Glasfaserkabel verlegt, die sämtliche Signale übertragen können. Ohne dafür wesentlich mehr Platz zu beanspruchen. Ob dafür heute schon eine „Fibre to the home“ (FTTH) Lösung in Frage kommt oder die noch gängige und meist schon bestehende Koaxialverkabelung genutzt wird, spielt für die Nachhaltigkeit der Investition keine Rolle. Technisch ist beides möglich und für welche Variante auch entschieden wird: eine weitere Aufrüstung jeder einzelnen Wohneinheit ist auch problemlos machbar. Denn das Rückgrat des Hausverteilnetzes ist bereits aus hochleistungsfähiger Glasfaser.

 

Die Datenübertragung über Glasfaser ist die leistungsfähigste Möglichkeit. Sie hat sich in allen Netzen und Abschnitten mittlerweile als leistungsfähigste Lösung herausgestellt, gerade auch auf langen Strecken und sogar Interkontinentalverbindungen. Glasfasernetze ermöglichen Datenübertragungsraten bis in den Multi-Gbit/s-Bereich. Sie weisen eine äußerst geringe Dämpfung auf, sodass es bei Glasfasern keine relevanten Längenbeschränkungen gibt. Dazu kommt ihre Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störungen. Sie arbeiten besonders energieeffizient und die Datenübertragung kann durch Bündelung der dünnen Fasern in ebenso dünnen Kabeln einfach skaliert werden. Durch den stetigen Anstieg der benötigten Bandbreiten werden zudem vermehrt Glasfasern bis direkt in die Wohnung verlegt. Für FTTH-Netze gibt es zwei unterschiedliche Strukturen: Die PON-Technik (Passive Optical Network), eine baumartige Punkt-zu-Mehrpunkt-Architektur, bei der von einem Glasfaserverteilpunkt aus eine gemeinsame Glasfaserzuführung aufgeteilt wird (Shared Medium). Ermöglicht wird das durch passive Splitter, die das Signal an die Anschlüsse verteilen. Bei PTP-Netzen in einer Punkt-zu-Punkt-Architektur, wird jeweils mit einer eigenen Glasfaser vom Glasfaserverteilpunkt aus der entsprechende Anschluss versorgt. Damit werden noch deutlich höhere Bandbreiten möglich, die allerdings auf absehbare Zeit für die Hausverteilnetze nicht relevant sind.

Fazit: Das DigiNetz-Gesetz ist relevant - noch wichtiger jedoch ist die Zukunftsfähigkeit, so wie sie heute nur eine optische SAT-ZF-Lösung bieten kann. Diese bietet unabhängig davon heute schon beachtliches Einsparpotenzial: durch weniger Materialaufwand und deutlich weniger Energiekosten im Betrieb.

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