#2: Stabile und dauerhafte SAT-Montage an Wänden oder Giebeln

Worauf ist zu achten?

Nachdem die Standortwahl für die Satellitenschüssel abgeschlossen ist, kann die Installation mit der Befestigung des Wandhalters beginnen. In Frage kommen dabei unterschiedliche Montageorte – etwa Haus- oder Giebelwände, Flach- oder Satteldächer oder auch ein Sockel oder Erdfundament im Garten. 

Befestigungstechnik

An lotrechten Flächen wie Haus- oder Giebelwand werden die Halter zur Befestigung üblicherweise mit Kunststoff- oder Nylondübeln befestigt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und eine dauerhafte, extrem stabile Befestigungslösung bevorzugt, verwendet als Befestigungstechnik Injektionsmörtel für Schwerlast-Montagen. Beim Verkleben ist jedoch unbedingt die Außentemperatur zu beachten: Je wärmer es ist, desto schneller härtet der Injektionsmörtel aus. Im Sommer kann die Zeit dann zu kurz sein, um eine korrekte und passgenaue Ausrichtung der Maueranker zu erreichen. Die Lösung: Den Injektionsmörtel in einer Kühlbox zur Baustelle mitbringen, um ihn so kühl wie möglich verarbeiten zu können.

Maßnahmen bei wärmegedämmter Wand

Besondere Maßnahmen sind bei einer zusätzlichen Wärmedämmung der Wand nötig. Der tragfähige Untergrund liegt dann nämlich tiefer in der Wand, die Anker sind zwangsläufig länger, ebenso wie die Montagedauer. Hier kann Winterkleber verwendet werden (bis minus 20 Grad). Der Druck auf die „weiche“ Oberfläche muss mit geeigneten Distanzhülsen abgefangen werden. Hierfür gibt es passendes Zubehör, das den Wärmeschutz beachtet und keine Kältebrücken erzeugt.

Für alle Montagen gilt: Lieber zuerst einen Versuch auf ebener Erde machen, bei dem nichts daneben gehen kann. Die eigentliche Montage findet später in 8 bis 10 Metern Höhe statt. Sicheres Handling und die Eigensicherung sind hier das A und O. An schwer zugänglichen Stellen oder in potenziell gefährlicher Umgebung wie direkt oberhalb eines Wintergartens kommt es auf entsprechende Maßnahmen zur Arbeitssicherheit an. Für einen sicheren Stand der Leiter sorgt eine passende Unterlage zur Druckverteilung nach unten. Die Leiter kann dann mit Spanngurten gegen Verrutschen gesichert werden. Auch das Setzen mechanischer Fixpunkte hilft dabei, die Leiter zu sichern. 

Dieser Artikel thematisiert nur einen Teil-Bereich. Grundsätzlich sind bei allen Installationen sämtliche zur Anwendung kommende Normen und Vorschriften zu beachten (z.B. DIN, VDE, Blitzschutz, Erdung, EMV, usw.). Alle Angaben ohne Gewähr. 
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